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Broadline Wurmkur, die auch gegen Zecken und Flöhe hilft

Broadline für Katzen eine Wurmkur, die  gegen parasitären Mischbefall durch Bandwürmer, Rundwürmer und Ektoparasiten (Flöhe, Zecken und eine Räude auslösende Milbenart mit der Bezeichnung Notoedres cati) erfolgreich antritt. Ich selber hatte es noch nicht im Einsatz, werde dieses aber bei der nächsten Wurmkur in vier Wochen zum Einsatz bringen. 
Erhältlich ist Broadline nur über den Tierarzt für die Anwendung bei Katzen. Broadline beugt mindestens für einen Monat Flohbefall vor; dabei wird auch das nähere Umfeld wie auch Liegeplätze für die Dauer von rund einem Monat geschützt.
Ich habe auch Tiere erlebt, die allergisch auf Flöhe und Flohkot reagieren. Für diese ist die Anwendung von Broadline viel angenehmer. Es kann außerdem als Teil einer Behandlungsstrategie gegen allergische Flohdermatitis (eine allergische Reaktion gegen Flohbisse) angewendet werden. Broadline wirkt des Weiteren gegen Zeckenbefall und beugt neuem Befall bis zu drei Wochen lang vor. Deshalb wird es in drei Wochen von meinen Banditen als Wurmkur nebst Zeckenschutz eingesetzt werden.
Bei Würmern wird Broadline laut Hersteller zur Behandlung von Bandwürmern, Rundwürmern und Hakenwürmern im Magen-Darm-Trakt sowie gegen eine Art von Würmern angewendet, die die Harnblase befällt sowie auch gegen zwei Arten von felinen Lungenwürmern. Schließlich kann Broadline zur Vorbeugung gegen die Herzwurmerkrankung angewendet werden, wobei es einen Monat lang wirksam sein soll. Meine Freundin hat Broadline schon über mehrere Jahre erfolgreich im Einsatz und ist sehr zufrieden damit.
Broadline enthält vier Wirkstoffe: Fipronil, (S)-Methopren, Eprinomectin und Praziquantel.
Broadline ist im Applikator als Lösung zum Auftropfen in zwei verschiedenen Größen erhältlich, die bei Katzen mit unterschiedlichem Körpergewicht angewendet werden; es ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich.
Der Inhalt eines gefüllten Applikators (entsprechend dem Gewicht der Katze) wird nach Scheiteln des Fells an einem Punkt in der Mitte des Nackens direkt auf die Haut der Katze aufgetragen. Bei Lungenwürmern empfiehlt sich gegebenenfalls einen Monat nach der Erstbehandlung eine zweite Behandlung.

Der Hersteller über die Wirkung von Broadline?
Zwei der Wirkstoffe in Broadline, Fipronil und (S)-Methopren, wirken als „Ektoparasitizide“. Dies bedeutet, dass sie äußere Parasiten wie Flöhe und Zecken abtöten, die auf der Haut oder im Fell von Tieren leben. Die beiden anderen Wirkstoffe in Broadline, Eprinomectin und Praziquantel, wirken als „Endoparasitizide“. Also Vernichtung von Parasiten, die im Körper von Tieren leben.


Fipronil tötet erwachsene Parasiten ab. Es blockiert Kanäle in deren Nervenzellen, die den Durchfluss geladener Chloridteilchen (Chloridionen) erlauben. Dies beeinträchtigt die Übertragung von Nervensignalen und führt zu Überstimulation und Tod.
(S)-Methopren ist ein Wachstumsregulator für Insekten, der den Lebenszyklus von Flöhen unterbricht, indem er Floheier abtötet sowie die Entwicklung der Stadien der jungen Flöhe blockiert und deren Tod herbeiführt.
Eprinomectin blockiert Kanäle in den Nerven- und Muskelzellen von Rundwürmern, die den Durchfluss geladener Chloridteilchen (Chloridionen) erlauben, und führt so zu Lähmung und Tod.
Praziquantel wirkt auf die Zellmembranen von Bandwürmern und verursacht so den Tod der Parasiten.

Welchen Nutzen hat Broadline in den Studien gezeigt?
Die Wirksamkeit von Broadline gegen Flöhe und Zecken wurde in einer EU-Feldstudie mit von Flöhen, Zecken oder beidem befallenen Katzen durchgeführt. Die Studie ergab eine Wirksamkeit von 86 % bis 87 % gegen erwachsene Flöhe innerhalb des gesamten 30-Tage-Zeitraums nach der Behandlung bei den mit Broadline behandelten Katzen, verglichen mit 76 % und 82 % bei den mit einem anderen, nur Fipronil und (S)-Methopren enthaltenden Arzneimittel behandelten Katzen. Die Wirksamkeit gegen Zecken lag zwischen 85 % und 93 % bei mit Broadline behandelten Katzen, verglichen mit 92 % und 98 % bei den mit dem Vergleichstierarzneimittel behandelten Katzen.

Die Wirksamkeit von Broadline gegen Katzenräude wurde lt. Hersteller  in einem Laborversuch mit 18 natürlich befallenen Katzen untersucht. Der Indikator für die Wirksamkeit war der Rückgang der Zahl der Notoedres cati-Milben, die in Hautproben gefunden wurden, verglichen mit Katzen, die keine Behandlung erhalten haben. Die Studie zeigte eine Wirksamkeit des Arzneimittels gegen Milben von 98 %, wobei alle Tiere klinisch geheilt wurden.
Die Wirksamkeit von Broadline gegen Darmwürmer wurde in einer EU-Feldstudie an Katzen mit Band-, Rund-, Hakenwürmer- oder Mischbefall untersucht. Die mit Broadline behandelten Katzen wurden mit Katzen verglichen, die mit einem Arzneimittel zum Auftropfen behandelt wurden, das die gegen Würmer aktiven Wirkstoffe Emodepsid und Praziquantel enthielt. Die Wirksamkeit wurde durch die Identifikation von Segmenten erwachsener Würmer (Bandwürmer) oder durch Zählen der Wurmeier (Rundwürmer) in Fäzes 14 Tage nach der Behandlung bestimmt. Die Studie zeigte eine Wirksamkeit von annähernd 100 % gegen Band-, Rund- und Hakenwürmer sowohl für Broadline als auch für das Vergleichstierarzneimittel.
Die Wirksamkeit von Broadline gegen Lungenwürmer bei Katzen wurde in einer Feldstudie in Italien untersucht. Zwanzig mit dem Lungenwurm natürlich befallene Katzen wurden mit Broadline behandelt.
Hauptindikator für die Wirksamkeit war der Rückgang der Anzahl der Wurmlarven in Fäzes 28 Tage nach einmaliger Behandlung. Broadline hatte eine Wirksamkeit von über 90 % bei der Reduzierung der Lungenwurmlarven 28 Tage nach der Behandlung, und alle behandelten Katzen mit respiratorischen Anzeichen (z. B. Keuchatmung, hartnäckiger Husten und eine laufende Nase) wurden klinisch geheilt.
 Broadline (Fipronil/(S)-Methopren/Eprinomectin/Praziquantel)   EMA/621439/2013 Seite 3/3

Die Wirksamkeit von Broadline gegen die Herzwurmerkrankung wurde in drei Laborstudien mit künstlich befallenen Katzen gezeigt. Broadline war zu 100 % wirksam gegen Herzwurm im L4Larvenstadium.


Welche Risiken sind mit Broadline verbunden?
An der Applikationsstelle können leichte und vorübergehende Hautreaktionen (Juckreiz, Haarausfall) auftreten. Wenn die Katze die Applikationsstelle ableckt, kann dies vorübergehend zu starkem Speicheln führen. Wenn die Katze das Tierarzneimittel verschluckt, kann es zu Erbrechen (Übelkeit) und/oder vorübergehenden Wirkungen auf das Nervensystem kommen, die sich durch Anzeichen wie mangelnde Muskelkoordination, Orientierungslosigkeit, fehlendes Interesse an der Umgebung und Pupillenerweiterung bemerkbar machen können. Alle diese Symptome klingen spontan innerhalb von 24 Stunden wieder ab.
Broadline darf nicht bei kranken oder genesenden Tieren angewendet werden. Es darf nicht bei Kaninchen oder in Fällen von Überempfindlichkeit (Allergie) gegen einen der Bestandteile angewendet werden.

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen von Personen, die das Arzneimittel verabreichen oder mit dem Tier in Kontakt kommen, getroffen werden?
Personen, die das Tierarzneimittel anwenden, sollten während der Anwendung nicht rauchen, essen oder trinken und nach der Anwendung die Hände waschen.

Ein Kontakt mit dem Applikator sollte vermieden werden. Bei versehentlichem Kontakt mit den Augen sollten die Augen mit Wasser gespült werden. Nach versehentlichem Hautkontakt sollte die Haut mit Wasser und Seife gewaschen werden. Bei Anhalten der Augenreizung oder wenn sich Nebenwirkungen bemerkbar machen, sollte ärztlicher Rat eingeholt und dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett vorgezeigt werden.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile sollten den direkten Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Der Kontakt mit behandelten Tieren sollte begrenzt werden, bis die Applikationsstelle trocken ist. Kinder sollten während dieses Zeitraums nicht mit behandelten Tieren spielen. Folglich sollten frisch behandelte Tiere nicht bei ihren Besitzern schlafen, insbesondere nicht bei Kindern.

Warum wurde Broadline in der EU zugelassen?
Die Europäische Arzneimittel-Agentur gelangte zu dem Schluss, dass der Nutzen von Broadline gegenüber den Risiken überwiegt und es für die Anwendung in der EU zugelassen werden kann.
Weitere Informationen über Broadline

Am 4. Dezember 2013 erhielt Broadline eine Genehmigung für das Inverkehrbringen in der gesamten EU.
Weitere Informationen zu Broadline finden Sie auf der Website der Agentur: ema.europa.eu/medicines/veterinary/EPAR/broadline.
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Nux vomica (Brechnuss)
Magen- und Darminfekte; Fütterungsfehler; Überessen; Kolik mit Bauchkrümmen; Erbrechen bessert die Beschwerden; Kotabsatzbeschwerden.
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Emeprid Oral (MCP)
Mein Safety hat ein ja leider einen sehr empfindlichen Katzenmagen. Im Regelfall hilft es ihm, wenn ich ihm mehrfach täglich Gastricumeel verabreiche.
Mein SOS-Helfer ist dann der Wirkstoff Metoclopramid (MCP), welcher zur Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen oder zur Beschleunigung der Magen-Darm-Bewegungen zum Einsatz kommt. Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich gehalten werden und darf fünf Tage nicht überschreiten. Erhalten habe ich diese Abfüllung von einer Tierärztin, da dieses Medikament nicht frei verkäuflich ist.Es war sogar kurzzeitig 2014 vom Markt in Deutschland genommen worden. Kam dann in einer Neuauflage 2015 wieder in den Handel-
Dieses Medikament ist eigentlich für den Menschen gedacht. Stubentiger können 1 ml täglich erhalten. Dieses jedoch nur für 5 Tage in Folge. Über das Futter ist eine Darreichung ebenso möglich wie direkt ins Mäulchen. Letzteres bevorzuge ich, da meine Stubentiger einen unterschiedlichen Hunger haben und ich sicherstellen will, dass nur mein Tiger mit empfindlichem Magen im Notfall die Tropfen bekommt.
Wenn ich aber beispielsweise einen kompletten Tag im Krankenhaus sein muss ist es mir nicht möglich mehrfach am Tag Gastricumeel zu verabreichen. Auch wenn ich beispielswiese zwei Tage in der Uniklinik sein sollte, so versorgt eine Freundin meine Tiere und da ist weder an Mörsern noch an Tabletten direkt ins Mäulchen zu denken.
Hier kann dann als Notfalllösung in jeden Napf für jede Katze 1 ml MCP gegeben werden. Somit habe ich dann die Chance, dass Safety täglich wenigstens zu einer Minimalmenge an MCP kommt und ihm dadurch hoffentlich das Spucken erspart bleibt.
Immer ist die Rücksprache mit dem Tierarzt angesagt, da beispielsweise die Dosierung bei Tieren mit Leber- oder Niereninsuffizienz (wegen eines gesteigerten Risikos für Nebenwirkungen) dringlich angepasst werden muss!!! Die Anwendung bei Tieren mit Epilepsie sollte vermieden werden. Die Dosierung sollte sorgfältig gewählt werden, besonders bei Katzen und kleinrassigen Hunden.

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