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Katzen und Senioren – Demenz bei Tier und Mensch

Heilende Wirkung wird Tieren ja im allgemeinen bescheinigt. Das dürfte daran liegen, dass Tiere einen Menschen annehmen mit allen seinen Seiten und Gebrechen. Speziell bei demenzkranken Menschen ist das ein Kontakt zum realen Leben. Ich sehe es bei meiner Mutter, die an Demenz erkrankt ist.  Sie erkennt nicht mehr unbedingt die einzelnen Tiere, hat aber gleich die als die ihrigen bezeichnet, die zu ihr gekommen sind und sie “anerkennt” haben.

Übrigens: Katzen können auch an Altersdemenz leiden! Ihnen geht es mit fortschreitendem Alter wie uns Menschen: sie können schwerer sehen und hören, können an Diabetes, Bluthochdruck, Niereninsuffizienz oder oder oder erkranken.

In diversen Studien wird davon ausgegangen, dass jede zweite Hauskatze, die älter als 15 Jahre ist, altersbedingte Verhaltensstörungen in irgendeiner Form zeigt. Auch hier gilt für Katzen wie für Menschen: Eine festgestellt Demenz kann nicht völlig aufgehalten werden, aber sie kann mit Hilfe von Medikamenten, Nahrungsergänzungen, die darauf abzielen, die Hirnzellen zu schützen, sowie gezieltem „Gehirnjogging“ fast immer verlangsamt werden! Je früher eine Katze in Behandlung kommt, desto besser ist es für sie.

Die über 20 Jahre alte Katze meiner Freundin wurde auch dement. Sie fand die Katzentoilette nicht mehr. Auch hier ähnelt das Verhalten von Tieren uns Menschen. Zuweilen gibt es Schmerzschreie, Desorientierung und anderes mehr. Handelt es sich um einen Viel-Katzen-Haushalt kann das (wie bei uns Zweibeiner-Familien) zu Problemen führen. Bei diesen Tieren ist eine feste Struktur ebenso wichtig wie das Anregen des Tieres im Geist. Hier können Spiele, Klickertraining und ganz viel Beschäftigung mit dem Tier helfen.