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Katzenkaries

Untersuchungen haben ergeben, dass mehr als 90 Prozent der über dreijährigen Hunde und Katzen an einer behandlungsbedürftigen Parodontose leiden. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten einen Zusammenhang zwischen Mundhöhleninfektion und Erkrankungen des Herzens, der Nieren und der Gelenke nachweisen.

Auch wenn es in vielen Zooläden Leckerlies gibt gegen Zahnstein, so ist natürlich die große Frage, ob diese tatsächlich helfen? Eine gute Vorsorge dürfte immer eine abwechslungsreiche Nahrung sein, die auch sehr hartes Trockenfutter beinhaltet. Dadurch ist schon gesichert, dass die Belege auf den Zähnen entfernt werden.
Untersuchungen haben ergeben, dass Katzen, die Trockenfutter erhielten, wesentlich gesündere Zähne hatten, als die Tiere, die nur durch Feuchtfutter ernährt wurden. Ein Allheilmittel gegen Karies oder Zahnstein ist Trockenfutter mit Sicherheit nicht, aber es beugt vor. Der mechanische Abrieb durch das Trockenfutter kann der frühen und heftigen Bildung von Zahnstein entgegen wirken. Hartes Futter ist im Gegensatz zu weichem Futter, welches Plaque und Zahnstein fördert, ein Hilfsmittel.

Aber vermutlich geht es dem einen oder anderen Stubentiger wie uns Menschen, dass der Speichel einfach so ungünstig zusammengesetzt ist, dass er Zahnstein bzw. Karies unterstützt.
Haben auch unsere Stubentiger in den ersten Lebensmonaten ein weißes und gesundes Gebiß, so kann sich schnell der “Gilb” einschleichen, dazu tragen Zahnsteinauflagerungen wesentlich bei. Leider ist dieser Zahnstein nicht nur optisch unschön, sondern er kann das Allgemeinbefinden der Katze beeinträchtigen.

Ich persönlich habe es leider mit dem Zähneputzen nicht hinbekommen. Aber wer junge Katzen hat, dem möge angetragen sein, es wenigstens zu versuchen – auch, wenn er/sie dann so kläglich scheitert wie wir. Einfach mal beim gemeinsamen Schmusen mit dem Kätzchen vorsichtig das Maul öffnen und dabei sanft das Zahnfleisch massieren. Spielerisch mehrmals über die Zähne streichen und wenn sich die Tiger daran gewöhnt haben sollten, Schritt für Schritt die Anzahl der zu reinigenden Zähne erhöhen bis schließlich das gesamte Gebiss gereinigt werden kann. Ab diesem Zeitpunkt dann mit einer speziellen Zahnpasta für Katzen eine regelmässige Pflegeaktion starten.
Mögliche Hilfsmittel sind: Zahnbürsten für Katzen, eine Fingerzahnbürste, Wattestäbchen oder einfach der mit einem Tuch umwickelte Finger.

Einen Katzensenior zu überzeugen, wie wichtig für ihn das Zähneputzen ist …. nun ja, … Mutige vor!!!

“Karies” bei unseren Stubentigern beginnt im Normalfall im Bereich des Zahnhalses, leider werden dabei Zahnschmelz und Zahndentin wie Zahnzement gemeinsam erkranken. Ebenso wie bei uns haben die Tiger nun Schmerzen und große Probleme beim Fressen. Es kann sich blutiger Speichel, gestörte Futteraufnahme und im Endstadium Unterkieferzittern einstellen. Entzündliche Prozesse führen bei der Katze zu Schmerzen. Die Pulpa liegt frei und es können sog. Fisteln entstehen. Sind wir wachsam und entdecken das Problem frühzeitig, können wir unseren Lieblingen Schmerzen erspraren. Sanierungen der Zähne sind möglich, wie auch die Entfernung von Zahnstein im Notfall auch das Ziehen von Zähnen – natürlich immer nur vom Zahnarzt!!!

Es gibt leider:
Gingivitis, das ist eine Zahnfleischentzündung
Parondontitis, das ist wie bei uns eine Erkrankung des Zahnhalteapparates
Parodontose eine nicht entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates