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Katzenschnupfen oder nur eine Erkältung?

Er ist eine ansteckende und ausgesprochen gefährliche Viruserkrankung, die ausschließlich Katzen ereilt. Erkennbar durch Augentränen, Niesen, Fließen der Nase, Fieber und Abgeschlagenheit wird die Katze unruhig, das Atmen fällt ihr schwer. Mrs. Schneeulchen (die damals noch zu scheu war das wir sie hätten überhaupt zum Tierarzt bringen können) bekam kaum die notwendige Luft zum überleben. Durch das häufige Niesen werden die Überträger recht schnell auf die anderen Tiere übertragen. Auch wieder gesunde Tiere können noch Wochen später als Übeträger fungieren.

Besonders schwer trifft der Katzenschnupfen Katzen zwischen dem 4. und 10 Lebensmonat. Je älter ein Tier wird, desto eher wird es resistenter gegen den Katzenschnupfen. Tiere, die ins Freie dürfen, können gegen den Katzenschnupfen geimpft werden. Im Regelfall verordnet der Tierarzt in einem akuten Fall eine Spritze zum leichteren Atmen, Antibiotika und Augentropfen. Normalerweise sollten kranke Tiere isoliert werden. Leider haben wir in unserem Katzenasyl keine Chance ein Tier auszusondern …. Wir müssen also immer in “Hab-Acht-Stellung” sein ob Anzeichen auftreten und der Tierarzt aufgesucht werden muss.

Katzenschnupfen oder “nur” eine Erkältung

Nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist bei Katzen das Thema “Schnupfen”. Selbst wenn sich nach einem Tierarztbesuch und einer Spritze das Übel beheben lässt, so heisst dass nicht, dass ohne Spritze nichts gewesen wäre ausser dem freundlichen Wunsch “Gesundheit”.

Jeder Schnupfen kann sich zum Katzenschnupfen entwickeln wenn er unbehandelt bleibt. Zumeist kommt zum Schnupfen ein Husten sowie erhöhte Temperatur, was abschließend mit an Sicherheit grenzender Wahrscheintlichkeit bei Freigängern zu Katzenschnupfen führen dürfte. Warum gibt es mein Katzenasyl? Genau wegen diesem verdammten katzenschnupfen und den Besitzern, denen das egal ist.

Whity, Red und Grey hatten Würmer und Katzenschnupfen. Alle wurden mit Spritzen wieder aufgebaut. Und bei keinem der Tiere hatte eine Spritze ausgereicht. Im Regelfall drei Spritzen mit Antiobiotika und im Nachfeld noch eine Weiterbehandlung mit Ampitab. Meines Erachtens kann nur der Tierarzt feststellen ob die Lymphknoten geschwollen sind, ob bereits die Lunge durch diesen Schnupfen (bzw. durch einen fiesen Virus) angeschlagen ist und wie dem Tier zu helfen ist.

Whity brachte mir nach sechs Wochen ihre fünf Babies. Teddy und Wuschel waren kerngesund. Im Gegensatz zu Urmel aus dem Holzverschlag, Bärle und Wawuschel. Die drei wären ohne Spritzen ganz kläglich eingegangen. (Ich wünsche niemandem einem solchen Tod zusehen zu müssen. Ich musste es in der Vergangnheit mehrfach weil Nachbarn ihre Tiere nicht zum Tierarzt brachten und diese sich mit letzter Kraft – und zu spät – zu uns zum sterben hingelegt hatten. Erst niesen und husten sie, dann bekommen sie immer weniger Luft weil bereits die Lunge Schädigungen hat, sie haben keine Kraft mehr und können weder fressen noch trinken). Ein Tod, den ich meinem schlimmsten Feind nicht gönnen würde!

Urmel wurde zwei Wochen lang jeden zweiten Tag gespritzt, bei Wawuschel stellte sich noch nach zwei Wochen Behandlung eine Bindehautentzündung ein, die ihn hätte das Augenlicht kosten können. Auch er wurde drei Wochen lang jeden zweiten Tag gespritzt.
Bärle wird noch immer gespritzt. Nunmehr seit 5 Wochen erhält er jeden zweiten Tag eine Spritze mit Antibiotika. Eine Spritze kostet, der Information halber, 12 Euro.

Wenn die Tiere rechtzeitig behandelt werden, so bleiben im Normalfall keinerlei Schädigungen zurück und sie sind ebenso fitt und lebensfroh wie Tiere, die nie diese todbringende Krankheit hatten. Mehr noch, sie entwickeln zuweilen Antikörper, durch die sie noch stärker werden. Whity erhielt drei Spritzen gegen diesen entsetzlichen Katzenschnupfen. Zu der Zeit war Schneeulchen noch so scheu, dass wir nicht an sie herankamen, geschweige denn, es uns möglich gewesen wäre ihr Medikamente zu verabreichen. Unser Eulchen war apathisch, nur noch am Niesen und hatte schon rot unterlaufene Augen. Wir sahen sie in Gedanken schon sterben und mussten tatenlos zusehen, da sie menschenscheu war. Die gerade behandelte Whity, die ihre Babies stillte, nahm Schneeulchen mit an ihre Brust und schenkte ihr so das Leben. Schneeulchen war bereits 5 Monate alt und keinesfalls ein Kind von Whity. Aber sie konnte durch ihre Ammentätigkeit das Leben von Schneeulchen retten, die mittlerweile zutraulich geworden ist.

p.s. – ein Tipp, der in unserem Katzenforum entstanden ist:
Mann/Frau kann auch mit Katzen inhalieren: ich habe mich mit ihm unter einer großen Tagesdecke verschanzt (er natürlich im Katzenkorb) und habe zwischen uns eine Schüssel mit heißem Wasser inkl. Kochsalz gestellt. O.K. nach ca. 3 Minuten wird es echt ungemütlich und er hat angefangen zu toben…., wichtig ist aber, finde ich, dass ich mit unter der Decke sitze, damit ich merke, wie heiß der Dampf ist und außerdem tut es mir ja auch gut.