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Kitten mit Flohbefall

Einmal ist immer das erste Mal, leider: Flöhe nun auch zum ersten Mal in meinem Katzenasyl oder besser gesagt bei Princess, Merlin, Bonus und Dreami. Zwar hatten das auch mein Cib und meine Punky als ich sie zu mir nahm den einen oder anderen Floh, aber meine Streunerbande hatte bisher damit keine Berührung. Nun aber dürfte die herbstliche Jahreszeit und eine überforderte Mama (oder womöglich eine Ansteckung bei Igeln, Mäusen und/oder Kaninchen) dazu beigetragen haben dass ich auch dieses „lausige Thema“ persönlich behandeln musste. Gleich erkannt, gleich gebannt hatten sie zwar keine Chance, denoch für die Tiere können Flöhe eine große Gefahr darstellen.

flöhe bei katzenbabies

Es scheint so zu sein, dass von Frühjahr bis Herbst Katzen vermehrt mit Ungeziefer wie Milben, Zecken oder Flöhen in Kontakt kommen. Diese ekelhaften Parasiten fühlen sich wahrscheinlich im wohligen Fell der Stubentiger wohler als woanders. Von den Flohhalsbändern würde ich nach heutigem Wissen abraten, da eine neugierige Katze sich innerhalb kürzester Zeit selber strangulieren könnte. Flüssiglösungen (z.B. „Frontline Spray“  – wirkt gegen Flöhe, Zecken, Flohstichallergie und Haarlinge gleichzeitig) dürften sinnvoller sein. Übrigens laut meinem Tierarzt auch bei den Kitten von ca. 6 Wochen anwendbar, aber wohlgemerkt nur das Spray, keinesfalls die Spot-on Präparate. Da diese ins Genick geträufelt werden dürfen sie erst zum Einsatz kommen, wenn das Gehirn einer Babykatze als nicht mehr angreifbar gilt. Ich stelle mir das ähnlich vor wie bei einem Menschenkind, wo der Kopf einfach ein vielfaches empfindlicher ist.

In keinem Fall „Hausmittel“ wie Spiritus, Terpentin oder Petroleum anwenden, da diese nebst dem Ungeziefer auch noch der Katze böse schaden. Als Laie würde ich vermuten, dass speziell in Verbindung mit Flohbefall eine entsprechende Wurmkur nun besonders wichtig ist.

Nachdem nunmehr zwei Wochen nach dem ersten Tierarztbesuch vergangen sind werde ich die ganze Bande versuchen am Montag zu schnappen und nochmals zur Kontrolle zum Tierarzt zu bringen. Der Entwicklungszyklus findet ausschließlich auf dem Wirt statt. Erwachsene Läuse legen ihre Eier im Fell ab, wo diese sog. „Nissen“ an den Haarschäften festkleben. Nach 7 – 10 Tagen schlüpfen die Läuse aus. Sie nehmen dann innerhalb von 24 Stunden ihre erste Blutmalzeit und häuten sich anschließend drei mal innerhalb von drei Wochen.

Der Tierarzt hat sie gleich erkannt, die kleinen, ovalen, blauen Körpern mit schwarzem Kopf, die in Gruppen im Fell der Tiere festsitzen – ich war blind. Bevorzugte erwählte Körperregionen dieser Schmarotzer sind: Kopf, Ohrbehänge, Achseln, Ellbogenbeuge, Leisten und die Gegend um den After.
Das Krankheitsbild zeigt sich durch juckende, schuppende Ekzeme, die sich durch Kratzen der Tiere verschlimmern. Bei starkem Befall von saugenden Läusen kann bei geschwächten Tieren sogar eine Blutarmut entstehen.

Da das Gehirn der Katzenbabies im Normalfall noch nicht ausgewachsen ist dürfen keine Spot-on-Produkte verabreicht werden, was sonst getan werden würde. Deshalb hat mir der Tierarzt Frontline Spray mitgegeben. Gummihandschuhe für den Dosi, eine Portion Spray in die Hände und auf dem gesamten Tier verteilen (bitte keinesfalls ansprayen).

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