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Mykose

Besonders gefährdet sind die Orte und Tiere, an denen viele Katzen zu finden sind. Dieser gemeine Hautpilz greift leider auch den Menschen an da zumindest diese Art von Hauspilz überträglich ist. Wobei nur der Tierarzt in der Lage ist zu unterscheiden ob es sich um einen Hautpilz oder um eine Allergie handelt. Da ja bekanntlich auch Katzen von Allergien befallen werden können, wie einer Allergie gegen einen Plastikfutternapf oder spezielle Futterbestandteile. Auch Hormonschwankungen könnten zu Haarausfall führen, wie auch eine Mangelernährung oder Langeweile, aufgrund derer manch ein Stubentiger immer wieder an der selben Stellen leckt. Wenn also etwas am Fell oder der Haut des Tieres eigenartig erscheint, so sollte ein erster Besuch dem Tierarzt gelten.

Geschwächte Tiere oder Jungtiere sind anfällig für diesen Pilz weil die Dermatophyten, die nur in den obersten, toten Schichten der Haut leben die obersten Hornischichten auflösen um sich dan Haut, Haaren und Krallen einzunisten. Beim Menschen dürfte es sich durch ein Kratzen und einen leichten Hautausschlag bemerkbar machen. Bei Katze und Mensch muss dieser Pilzbefall behandelt werden da die Katze über Jahre hinweg krank bleiben kann – der Pilz verschwindet nicht von selbst – und munter Menschen und Tiere anstecken kann.

Bei Tieren sieht man den Pilz vielleicht nicht einmal, dennoch könnte er beispielsweise zu einer Lugenentzündung führen. Optisch erkennt man diesen Pilz zumeist daran, dass rote Ringe sichtbar werden, die sich um einen schuppigen Fleck mit abgebrochenen Haaren ziehen. Dieses ist dann die “klassiche Ringflechte?. Oft zu entdecken sind kahle Stellen im Fell, bevorzugt an Kopf und Beinen, jedoch kann der ganze Körper befallen sein und Enzündungserscheinungen auftreten. Dabei muss es nicht unbedingt zu Juckreiz kommen. Dieser Pilz kann auf die Organe übergreifen und so vielfältige, zuweilen auch lebensbedrohliche Organerkrankungen auslösen. Oder eine Krallenbettentzündung, die über ca. 5 Monate hin behandelt werden muss, es gilt also hier wie überall: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Hat der Tierarzt bei der Katze festegestellt, welcher Pilz sie befallen hat, so wird im Regelfall ein Antimykotikum eingesetzt, um den Wachstum des Pilzes zu stoppen. Ergänzend eine orale Therapie mit dem Wirkstoff Griseofulvin oder Ketokonazol, die leider auch bei manchen Tieren zu Abwehrreaktionen führen, über einen längeren Zeitraum – mindestens aber für 6 Wochen!

Beim Menschen kann oftmals das jetzt verschreibunsfreie Lamisil helfen (eine Übersicht der mir bekannten Online-Apotheken gibt es hier), in hartnäckigen Fällen kommt auch das verschreibungspflichtige Betraven zum Einsatz. Da sich jeder Mensch einen Pilz an nahezu jedem Ort holen kann sollte keinesfalls ein Gefühl des Schames entstehen. Warum nicht die ersten Behandlungsversuche mit Lamisil, welches ohne zeitaufwendigen Besuch beim Arzt zu beziehen ist? Wenn aber nach einigen Wochen Anwendung keine Besserung sichtbar ist oder gar eine Ausbreitung erfolgt so sollte doch der Hausarzt oder der Hautarzt aufgesucht werden.

Der Bundesverband praktischer Tierärzte e.V. teilt folgendes zum Thema Hautpilz mit:

Vorsicht Hautpilze

Fast alle Haus- und Nutztierarten können von Hautpilzen befallen werden. Die mikroskopisch kleinen Organismen siedeln sich im Fell und auf der Haut an und erzeugen Tausende von Pilzsporen, die der Weiterverbreitung dienen. Sowohl durch direkten Kontakt als auch durch Pflegeutensilien, Futtermittel, Decken und andere Gegenstände kann die Erkrankung von Tier zu Tier, vom Tier auf den Menschen und vom Menschen aufs Tier übertragen werden.

Bei erkrankten Tieren finden sich als typische Hautveränderungen kreisrunde haarlose Stellen, hauptsächlich am Kopf, am Hals, in Ohrnähe oder an den Gliedmaßen. Sie sind mit Schuppen oder Borken belegt und zur geschlossenen Felldecke hin mit einem roten, entzündeten Randsaum begrenzt. Teilweise können diese Veränderungen mit deutlichem Juckreiz verbunden sein.

An derart vorgeschädigten Hautstellen haben auch Bakterien leichtes Spiel und können das Krankheitsbild deutlich komplizieren. Darüber hinaus gibt es auch atypische Verlaufsformen, die je nach Tierart, Pilzart und Abwehrlage des Tieres variable Hautveränderungen hervorrufen. Deshalb sollten alle Tiere mit deutlichen Hautveränderungen frühzeitig tierärztlich untersucht werden. Da auch nicht übertragbare Hautkrankheiten vergleichbare Krankheitsbilder zeigen können, ist zur Diagnose in aller Regel eine Laboruntersuchung erforderlich.

Beim Menschen beginnt die Erkrankung mit einem rötlichen, linsengroßen schuppigen und juckenden Fleck, meist an Unterarmen, Beinen oder im Gesicht, der nach außen wächst, während die Mitte abheilt. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, entstehen zahlreiche solcher Herde, die landkartenartig zusammenfließen können. Am behaarten Kopf können rundliche, kahle, grauweiß beschuppte Flecken entstehen.

Zur Behandlung bei Tier und Mensch stehen pilz- und sporenabtötende Salben, Lotionen, Sprühlösungen und Tabletten zur Verfügung. Die Heilung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Vorbeugend sollte auf besondere Hygiene im Umgang mit hauterkrankten Tieren geachtet werden.

Quelle und ©: Bundesverband Pratischer Tierärzte e.V. – Pressedienst